Goethes Märchen

„Von der grünen Schlange und der schönen Lilie“

Ulrich Pütz, Merten Roettig, trialog – Entwicklung als Kunst

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Kurs-Nr. 03-221
Fr  01.10.,  17:30 – 20:30 Uhr   //  Sa 02.10., 9:00 – 18:00 Uhr  // So 03.10.   9:00 – 13:00 Uhr
Gebühr  195,00 €  (mit Förderbeitrag 245,00 €)

Es wird keine ‚alte‘ Normalität mehr geben. Alle Versuche, die Vergangenheit wieder neu aufleben zu lassen, werden im besten Fall lächerlich wirken, im schlimmsten Fall dramatische Konsequenzen haben. Jede*r Einzelne, jede Gruppe oder Organisation, die Gesellschaft als Ganzes wird in einen Entwicklungsprozess kommen. Ob man will oder nicht.

Ein entscheidender Punkt ist dabei, ob man diesen Prozess selber steuern kann oder ob etwas mit Einem gemacht wird. Das gilt zu allererst für die persönliche Entwicklung. Diejenigen, die die Verantwortung für ihre eigenen Prozesse selber tragen wollen, können sich fragen, welche Bilder, welche Ideen, welche Imaginationen als Entwicklungs-Motiv dabei Anregung, Orientierung und Wegzehrung geben können.

Einen der großartigsten Entwürfe in diesem Feld hat J.W. von Goethe hinterlassen. In seinem Märchen von der Grünen Schlange und der Schönen Lilie, in dem die Entwicklung zur Selbstbestimmung des Menschen an urbildhaften Gestalten dargestellt wird, findet sich ein inspirierender Schatz an Entwicklungs-Bildern.

Dieser Reichtum hat sich in einer auf den ersten Blick schwer zugänglichen Handlung versteckt. Sie verweigert sich einer nur intellektuellen Analyse oder Interpretation. Das Märchen muss nicht nur mit dem Denken, sondern auch mit dem Fühlen und Wollen ergriffen, erlebt und vergegenwärtigt werden. So kann es sein Potenzial entfalten und Entwicklungsperspektiven für den Einzelnen oder die Gemeinschaft eröffnen.

Die große Herausforderung beim Umgang mit diesen Bildern ist die Suche nach der persönlichen Tür in die Welt, die sie beschreiben: kann ich mich selbst so in das dargestellte Geschehen stellen, so dass s/ich mir das Märchen erschließen kann? An diesem Wochenende wird es darum gehen, einen Zugang zu schaffen, aus dem sich eine persönliche Entwicklungsperspektive ableiten lässt.
Diese drei Tage werden ein Weg sein …
… von der Vergegenwärtigung der verschiedenen Figuren, Bilder und Verhältnisse des Märchens
… über  eine persönliche Begegnung mit (m)einem besonderen Moment auf einer künstlerischen Ebene
… bis hin zu der Frage, wie sich eine Gestalt/ein Bild aus dem Märchen in einen ganz persönlichen Entwicklungsbegleiter  verwandeln lässt.